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Planung und Ausbau von TUNET-Anschlüssen

Generell wird beim Ausbau des TUNET zur Institutsversorgung nur mehr strukturierte Verkabelung gemäß Norm EN 50173 errichtet.

Dies bedingt die Errichtung von Etagenverteilern mit einem Platzbedarf von mindestens 2.5m mal 1.6m unmittelbar im Versorgungsbereich, da die Kabellänge vom Etagenverteiler bis zum Anschlusspunkt der Norm entsprechend mit 90m begrenzt ist. Es wird von jedem Anschluss zum Etagenverteiler ein Kabel hoher Qualität, besser als Kategorie 5, typischerweise 600MHz tauglich, mit etwa 8mm Durchmesser verlegt, dh. zwei Kabel pro Doppeldose. Diese impliziert die Errichtung von entsprechend massiven Tragsystemen wie Kabeltassen und Brüstungskanälen.

Falls in dem gewünschten Bereich oder Raum noch kein TUNET-Anschluss (Anschlussdose) existiert oder in Ihrem Bereich Performance-Probleme existieren oder erwartet werden, erfolgt die Errichtung oder Aufrüstung eines Anschlusses gemäß folgender Vorgangsweise:

  1. Überlegen des Bedarfs (Anzahl der Anschlusspunkte, Ort, Datenrate, Protokolle, Services, Funktionen)
  2. Kontaktaufnahme mit der Abteilung Kommunikation der TU.it (Ing. Thomas Gonschorowski, Dipl.-Ing. Dr. Johannes Demel). Klärung des Bedarfs und der örtlichen Gegebenheiten des Instituts.
  3. Schreiben des Institutsvorstands an IT Solutions mit Planbeilage, in der die gewünschten Anschlusspunkte eingezeichnet sind. Angabe von eventuellen Nebenbedingungen, Umbaubereich, Terminwunsch, besondere Lastanforderungen. Dies sollte möglichst bis Ende September des dem gewünschten Realisierungszeitpunkt vorangehenden Jahres erfolgen.
  4. Klärung der budgetären Bedeckbarkeit aus dem Buget der TU-Wien durch den Zentralen Informatikdienst.
  5. Zuteilung des Budgets für Verkabelungsprojekte an IT Solutions.
  6. Begehung gemeinsam mit der Planungsfirma, um Kabelführungen und die Anzahl der Anschlüsse pro Raum festzulegen.
  7. Erstellung der Leistungsverzeichnisse und Ausschreibung der notwendigen Leistungen, bei entsprechender Projektgröße EU-weit, Geräte, Verlegungsarbeiten, Material, Auswahl der Bestbieter, Bestellung und Lieferung, Festlegung der Prioritäten.
  8. Begehung des zu verkabelnden Institutsbereichs ca. 2-4 Wochen vor Beginn der Arbeiten. Endgültige Festlegung des Orts der Anschlusspunkte. Durchführung der Verlegearbeiten, Abnahme der Kabelwege.
  9. Installation der aktiven Netzwerkkomponenten, Inbetriebnahme der Anschlussdosen.

Für die oben angeführten Arbeiten fallen für das Institut keine Kosten an (Ausnahme: das Institut hat stark vom üblichen Standard abweichende Anforderungen, besondere Datenraten oder es ist eine vorgezogene Realisierung unbedingt notwendig und es ist eine Realisierung mit den durch die TU-Wien bewilligten Mittel kurzfristig nicht möglich).

Falls in Institutsbereichen Umbauten oder Adaptierungen vorgenommen werden, sollte unbedingt vorher mit IT Solutions Kontakt aufgenommen werden, um bei den Umbauarbeiten bereits die entsprechenden Tragsysteme und Kabelkanäle vorsehen zu können.

Falls bereits eine Anschlussdose im gewünschten Bereich existiert oder wie oben beschrieben neu errichtet wurde, sind vor dem Anschluss eines Gerätes folgende Schritte notwendig:

  1. Beschaffung der entsprechenden Geräte durch den Anwender
  2. Basissoftware für den Netzwerkbetrieb eines Rechners ist typischerweise in der Betriebssystemsoftware enthalten, zB. bei Windows, MacOS oder Unix-Varianten.
  3. Beschaffung der Anschlusskabel von der Steckdose bis zum Rechner. Anschlusskabel (Patchkabel) für TP-Anschlüsse mit RJ45 Steckern müssen in jedem Fall vom Institut beschafft werden. Einfache Terminalanschlusskabel mit RJ45 Steckern sind nicht geeignet!
  4. Freischaltung und Konfiguration der TP-Dose.
  5. Anmeldung des anzuschließenden Rechners.
  6. Entsprechende Konfiguration der Netzsoftware und Anschluss des Rechners durch den Anwender.