Zentraler Informatikdienst der TU Wien
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Dateninfrastruktur

Referatsleiter: Georg Gollmann

Ein wesentlicher Teil der Aufgaben der Abteilung Standardsoftware ist die Beschaffung und Weitergabe von campusweit lizenzierter System- und Anwendungssoftware. Nicht zuletzt wegen der notwendigen Refinanzierung dieser Leistungen durch die Institute ist es wichtig, die verteilte Software detailliert in Evidenz zu halten. Seit 1993 wird dafür der "Object Server" GemStone/S eingesetzt. Über die Jahre wurden laufend weitere Funktionen hinzugefügt.

Seit 2001 wird auch die ZID Personendatenbank in diesem System geführt.

Funktionen

Anforderungsprofil

Auf folgende Punkte wurde bei der Auswahl des Werkzeuges besonderes Augenmerk gelegt:

  • Einfaches Modellieren von Beziehungen (zwischen Personen, Instituten, Rechnern, Plattformen, Softwareprodukten, Lizenzen etc.).
  • Nicht nur Daten sondern auch Geschäftsvorgänge (z.B. die Quartalsabrechnung) sind in der Datenbank zu erfassen, da auch sie wichtige Informationen darstellen.
  • Plattformneutral über das Netz mit einer grafischen Oberfläche ansprechbar.
  • Flexibel an sich ändernde Anforderungen anpaßbar.

Realisierung

Die grundlegende Entscheidung betraf die zu verwendende Datenbanktechnologie. In relationalen Datenbanken muß der zu modellierende Teil der Realität auf Tabellen abgebildet werden. Für manche Anwendungen ist das kein Problem, in anderen Fällen, insbesondere bei vernetzten Strukturen, wird dadurch aber zusätzliche Komplexität in das System eingeführt. Weiters zeigen viele Datenbanken Schwächen, wenn aktive Merkmale gefordert sind; etwa für konsistenzerhaltende Operationen oder zur Bereitstellung abgeleiteter Daten. In diesen Situationen ist die Technologie der objektorientierten Datenbanken vorteilhaft einzusetzen. Hier wird direkt mit Begriffen der Anwendungswelt (z.B. Person, Institut, Rechner) gearbeitet. Die so gebildeten Objekte vereinigen in sich sowohl deren Attribute als auch deren Verhalten.

Um eine flexible Anpassung einer Datenbank an sich ändernde Anforderungen zu ermöglichen, unterstützt GemStone/S die Weiterentwicklung des Datenbankschemas und die Migration von Daten in ein neues Schema im laufenden Betrieb. Objekte, die zu verschiedenen Versionen einer Klasse gehören, können nebeneinander in der Datenbank existieren.

Weitere Informationen: ESUG 2004 Präsentation, eXtreme Programming, SqueakMap