Zentraler Informatikdienst der TU Wien
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Richtiger Umgang mit Skype

Supernodes sind für das TUNET natürlich problematisch, wegen der hohen Anzahl an Verbindungen und dem Traffic, der entsteht.

Es gibt jedoch einfache Verhaltensregeln im Umgang mit Skype, um dies zu verhindern:

  • Dieses Registry File downloaden und ausführen, dies verhindert zuverlässig, dass der Client Supernode wird! (empfohlen)
  • Skype nicht über Nacht laufen lassen, sondern beenden, wenn der Client nicht mehr benötigt wird.
  • Skype nie auf Rechnern (Server) installieren, auf denen kein Benutzer lokal arbeitet.

ALLE Windows Skype User sollten diesen Registry Key einspielen!

Um als Supernode zu fungieren (besser gesagt: fungieren zu dürfen!), benötigt man eine (sehr) gute Internet-Anbindung (256 kbit/s oder mehr im Upload), der Computer muss eingehende Verbindungen akzeptieren (Rechner hinter NAT-Routern werden somit niemals Supernodes) und Skype muss tage- bzw. wochenlang ohne Neustart laufen. Wenn man also die obigen Verhaltensregeln beachtet, wird der Skype-Client kein Supernode.

Um mit Skype komfortabel zu telefonieren ist ein Head- set sehr zu empfehlen, über Mikrofon und Lautsprecher funktioniert es zur Not auch, aber dann kann es zu störenden Echos bzw. Rückkoppelungen kommen.

Was ist Skype?

Skype - eine Software zum Telefonieren vom PC aus - ähnelt auf den ersten Blick sehr einem gewöhnlichen Instant Messenger wie etwa ICQ oder dem MSN-Messenger. Dieser Eindruck täuscht allerdings, da hierbei die grundlegende Funktionsweise, die Skype von allen anderen dieser Programme deutlich abhebt, missachtet wird:

Skype basiert auf Peer-to-Peer-Technologie, d. h. ähnlich wie Filesharing-Netzwerke verbindet sich jeder einzelne Client (also jedes einzelne Softphone) nur zu Authentifizierungszwecken mit einem zentralen Server, alle anderen Verbindungen werden mit anderen Clients ("Peers") direkt eingegangen, weswegen mit Skype diese sinnvollerweise auch verschlüsselt werden. Das Skype- Netz ist die Summe aller Skype-Clients. Anders als herkömmliche Telefonnetze wachsen Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit des Skype-Netzes mit der Anzahl der Nutzer, da jeder neue Nutzer auch wieder seine eigenen Ressourcen einbringt (Rechenleistung, Bandbreite etc.), darum funktioniert es auch perfekt hinter Firewalls und NAT-Routern. Diese Eigenheit bringt nicht nur Vorteile sondern auch "Gefahren" mit sich.

Skype hat vor allem deswegen von sich reden gemacht, weil es mit Skype relativ häufig möglich ist, auch zwischen Clients, die durch eine Firewall bzw. ein NAT-System geschützt sind, VoIP-Verbindungen herzustellen, was bei SIP-basiertem VoIP oftmals problematisch ist. Denn möchte Nutzer A (in Fachjargon: Alice) mit Nutzer B (im Fachjargon: Bob) sprechen und sind beide (!) durch eine Firewall/NAT geschützt, sind in keiner Richtung eingehende Verbindungen möglich. Ist dagegen nur Alice hinter einer Firewall, könnte in der Regel zumindest Alice bei Bob anrufen (allerdings wird bei Alice möglicherweise der Ton "geblockt", d. h. der Ton funktioniert nur in eine Richtung), aber nicht Bob bei Alice.

Jeder Skype-Client ist mit einem Supernode verbunden, der letztlich als Hub fungiert. Jeder Skype-Client kann ein Supernode sein. Supernodes sind also keine zentralen Server, sondern andere Skype-Nutzer.

Wenn ein Anruf getätigt wird, wird über die mit dem Supernode (C bzw. Charlie) dauerhaft bestehende TCP-Verbindung über das Skype Proprietary Call Control Protocol ein eingehender Anruf signalisiert. Anschließend verbinden sich Alice und Bob mit dem Supernode Charlie und können über Charlie eine Gesprächsverbindung aufbauen.

Supernodes kann man sich als Vermittlungsrechner vorstellen, die (in der Skype-Terminologie gesprochen) für die Global-Index-Funktion zuständig sind.

Mit Skype ist es möglich, mittels der Technik Voice over IP mit dem Gegenüber zu telefonieren. Dieses Telefonieren ist kostenlos, sofern es zwischen zwei Skype-Nutzern geführt wird.

Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, von Skype auf ein gewöhnliches Telefon (Handy oder Festnetz) anzurufen.

Das Zauberwort hierfür lautet SkypeOut. Man kauft sich, wie bei einem Prepaid-Handy, ein bestimmtes Kontingent von der Skype Homepage, und kann nun den Computer als gewöhnliches Telefon nutzen.

Das Gleiche funktioniert auch umgekehrt. Bei SkypeIn erhält man eine in einem bestimmten Land lokalisierte Festnetz-Nummer, welche von einem beliebigen Telefon aus angerufen werden kann, der Anruf erscheint dann im Skype-Fenster.

Eine weitere Funktion des Programms ist es, Anrufe in Abwesenheit wie bei einem gewöhnlichen Telefon mittels Anrufbeantworter annehmen zu lassen. SkypeIn sowie die Anrufbeantworter-Funktion sind allerdings kostenpflichtig. (Es wird eine monatliche Grundgebühr eingehoben. Pro Gespräch fallen weitere Kosten an.)

Neben diesen Funktionen ist es mit Skype auch möglich, Audiokonferenzen zu führen, maximal 10 Personen können daran teilnehmen.

Entwickelt wurde Skype von den KaZaa-Entwicklern Niklas Zennström und Janus Friis, das ist wahrscheinlich auch der Grund für die Peer-to-Peer Technologie.

Was ist SkypeOut?

Mit der Basis-Version von Skype ist es nur möglich, mit anderen Skypern zu chatten oder sie anzurufen. Beides ist, abgesehen von den Strom- und Internet-Kosten, vollkommen gratis. Eine sinnvolle Erweiterung des Prinzips ist hier nun SkypeOut.

SkypeOut ermöglicht Anrufe ins Festnetz sowie ins Mobilfunknetz, weltweit. Ausgenommen sind lediglich Service-Rufnummern, natürlich insbesondere solche, die sonst die Telefonrechnung zusätzlich belasten würden (Mehrwert-Rufnummern).

Soweit besteht noch kein Grund, der einen davon abbringen könnte, das handelsübliche Telefon für seine Gespräche zu verwenden; Das Besondere bei SkypeOut sind jedoch die Kosten: Für Gespräche in die gängigsten Ziele werden nur 2,1 Cent pro Minute berechnet.

Die Tarife für alle weiteren Länder kann man hier einsehen:

www.skype.com/products/skypeout/rates/all_rates.html.

Bei SkypeOut muss man sein Guthaben, wie bei gängigen Prepaid-Handys, im Voraus aufladen. Es gibt 10-Euro-Pakete im Angebot.

Bezahlen kann man per Paypal, Visa, Eurocard/Mastercard, Online-Bankbuchung, normaler Banküberweisung, Dinersclub Karte oder Moneybookers.

Was ist SkypeIn?

Mit SkypeOut ist es möglich, von Skype aus ins Festnetz anzurufen, entsprechend kann man mit SkypeIn vom Festnetz auf einen Skype-Account anrufen.

Das funktioniert so: man logt sich auf der Homepage der Skype-Entwickler ein (www.skype.com) und bestellt sich dort eine Rufnummer. Es stehen verschiedene Länder zur Verfügung, wobei der Bestellvorgang für jedes Land ein anderer ist (manche Länder darf man beispielsweise nur als Bürger des entsprechenden Landes auswählen). Dies kann den Vorteil haben, dass Sie z. B. für Ihre amerikanischen Freunde unter einer amerikanischen Festnetznummer erreichbar sind, aber hier in Österreich sitzen. Für den Gesprächspartner ist es eventuell nur ein lokales Gespräch und daher um vieles günstiger als direkt in Österreich anzurufen. Pro Skype-Account sind bis zu 10 SkypeIn-Telefonnummern registrierbar.

Der Preis für eine SkypeIn Nummer beträgt 18 Euro für 3 Monate, oder 60 Euro für 12 Monate.

Im Besitz einer solchen Rufnummer kann man angerufen werden, egal wo man gerade ist. Wo man die SkypeIn-Nummer bestellt hat, spielt an sich keine Rolle, nur dass das Telefongespräch des Anrufers so abgerechnet wird, als würde er eine Nummer in dem entsprechenden Ort anrufen.