Zentraler Informatikdienst der TU Wien
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Gestaltung

Hinweise zur Gestaltung von Plakaten und Postern, Formate und Skalierungstabellen.

Die modernen Werkzeuge machen's möglich, einen kompletten Poster auf dem eigenen Arbeitsplatz zu erstellen. Damit übernimmt man zugleich auch die Verantwortung für eine ansprechende optische Gestaltung. Nicht jedem wird die Gestaltung eines Posters leicht fallen, Kreativität und graphisches Gefühl sind gefragt. Hier hilft es sicherlich, gelungene Beispiele aufmerksam zu studieren und aus der Sicht des Gestalters zu analysieren, oder sich an bewährte Vorgaben zu halten.

Anzustreben wäre ein formatunabhängiges Layout, d.h. das Poster soll auf allen gängigen Ausgabeformaten von DIN A4 bis DIN A0 bei normalem Betrachtungsabstand gut lesbar und ansprechend gestaltet sein.

Ein Poster lädt ein zur großzügigen Verwendung von Fotos, Grafiken, Diagrammen. Diese können gut 50% der Gesamtfläche einnehmen. Die Texte sollten kurz und aussagekräftig sein.

Als Mindestschriftgröße soll 24 pt (ca. 6 mm) gewählt werden (auch für die Beschriftung der Bilder), damit man den Text aus ca. 1 m Entfernung noch lesen kann. Um die plakative Form zu betonen, empfehlen sich serifenlose Schriften.

Eine Zeilenlänge von 45 bis 60 Zeichen pro Zeile ist angenehm lesbar. Daher ist es ratsam, die Texte auf dem Poster entsprechend in mehrere Spalten aufzuteilen.

Für Tagungen gibt es eventuell spezielle Richtlinien zur Postergestaltung zu beachten. Oft erweist es sich als sinnvoll, A4-Ausdrucke zum Mitnehmen bereitzulegen.

Tipps zur Gestaltung

  • formatunabhängiges Layout
  • kurze, aussagekräftige Texte
  • serifenlose Schriften
  • Mindestschriftgröße 24 pt
  • mind. 50 % Grafiken, Bilder
  • Spalteneinteilung
  • sparsamer Umgang mit Farben

Papierformate

In der nachstehenden Tabelle sind die wichtigsten Maße von Papierformaten zusammengestellt. Die Umrechnung zwischen cm und Zoll erfolgt auf der Grundlage von 1 Zoll = 2.54 cm. Das Maß 1/72 Zoll ist die grundlegende Einheit für PostScript.

DIN/ISO A-Formate

  Breite Höhe Breite Höhe Breite Höhe  
  cm Zoll 1/72 Zoll  
A0  84.090 118.921  33.106  46.819 2383 3370 1 m2
A1  59.460  84.090  23.410  33.106 1685 2383 0. 5 m2 (1 Plakatbogen)
A2  42.045  59.460  16.553  23.410 1191 1685 0.25 m2
A3  29.730  42.045  11.705  16.553  842 1191  
A4  21.022  29.730   8.277  11.705  595  842  

Skalierungsfaktoren

von A4 von A3 von A2 von A1 von A0  
 
1 0.707 0.5 0.354 0.25 nach A4
1.414 1 0.707 0.5 0.354 nach A3
2 1.414 1 0.707 0.5 nach A2
2.828 2 1.414 1 0.707 nach A1
4 2.828 2 1.414 1 nach A0

 

Weitere Formate: http://www.uni-kiel.de/rz/ausgabe/papier/paperformats/

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Programme

Geeignete Programme zur Erstellung großformatiger Dokumente.

Folgende Programme sind für die Postererstellung geeignet (möglichst neueste Versionen verwenden):

DTP-Programme:

Adobe InDesign *
Quark XPress *
Adobe PageMaker *
Adobe Framemaker *
Corel Ventura *

Zeichenprogramme:

Corel Draw *
Adobe Illustrator *
Macromedia Freehand *

* in der Campussoftware an der TU Wien

Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme (Word, Excel, MS Publisher, PowerPoint, Access) sind nicht für die professionelle Anwendung in der Druckvorstufe programmiert und daher nur bedingt für einen Hochqualitätsdruck geeignet.

Das Arbeiten mit DTP- oder Grafikprogrammen erfordert jedoch eine gewisse Einarbeitungszeit.

Poster mit LaTeX

Das Erstellen großformatiger Seiten ist auch mit LaTeX möglich. Dabei kann man

  • sich entweder ein großformatiges TeX-File basteln (a0poster.sty)
    http://www.math.uni-magdeburg.de/~thiele/a0poster/
    http://www.th.physik.uni-frankfurt.de/~tauth/uni/poster.html

  • oder eine A4-Seite erstellen und nachträglich vergrößern. Dann sollten nur skalierbare Schriften verwendet werden und alle Graphiken im EPS-Format eingebunden sein. Die Vergrößerung kann durch Einfügen eines scale-Befehls  in das generierte PostScript oder durch Verwendung der  y-Option in dvips erfolgen. Eventuell muss man noch mit den Randeinstellungen experimentieren, damit der Platz optimal ausgenützt wird.

Die TeX-Erweiterung pdfTeX ermöglicht das Generieren von PDF-Files.

Texte können mithilfe von colordvi.sty farbig gestaltet werden. Mehrspaltiges Layout ermöglicht multicol.sty.

Tipps zur Vermeidung von Problemen

  • Objekte nicht über die Zwischenablage einsetzen
  • Farben im CMYK-Farbmodell
  • Schriften in Grafiken beim Exportieren in Kurven oder Pfade umwandeln
  • Auflösung von Pixelbildern 200-300 dpi, bezogen auf die Ausgabegröße

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Arbeitsweise

Tipps zur Vermeidung von Problemen und Anleitungen zur Generierung von PDF-Files

Es gibt zwei Wege, ein Poster im Format A0, A1 oder in einem Spezialformat zu erstellen. Welcher Weg gewählt wird, hängt von der vorhandenen Software, dem Betriebssystem und der eigenen Arbeitsweise ab.

  • Einrichtung der Seite im Zielformat (Originalgröße) im Anwendungsprogramm:
    Die Seite lässt sich durch Wahl eines geeigneten Zoomfaktors leicht auf dem Bildschirm bearbeiten, Ein Probeausdruck z.B. in A4 kann dadurch erzielt werden, indem man bei den Druckereinstellungen "an Seitengröße anpassen" wählt.

    Die meisten der empfohlenen Programme bieten die Posterformate A1 oder A0 als Seiteneinstellung an bzw. erlauben eine benutzerdefinierte Seitengrößeneinstellung.

    Diese Arbeitsweise ist empfehlenswert, da die Qualität aller Objekte besser kontrolliert werden kann.

  • Eine zweite Möglichkeit besteht darin, eine A4-Seite zu erzeugen, die dann zum Drucken hochskaliert wird.

Auf jeden Fall sollte das Ergebnis auf einem Probeausdruck in A4 am Arbeitsplatz sorgfältig auf Richtigkeit der Texte und Vollständigkeit der Bilder überprüft werden. Ein gut gestalteter Poster sollte auch in A4 noch gut lesbar sein (formatunabhängiges Layout). Das Korrigieren von Fehlern erst beim Drucker gestaltet sich eher aufwendig.

Was braucht man

  • Alle Elemente für den Inhalt des Posters: Texte, Bilder, Grafiken
  • ein geeignetes Programm
  • Überprüfung und Druckmöglichkeit

Die einzelnen Komponenten für den Poster kommen höchstwahrscheinlich aus unterschiedlichen Quellen, wurden mit unterschiedlichen Programmen erstellt. Sie werden am besten mit Hilfe eines DTP-Programmes, das über geeignete Import-Filter verfügt, kombiniert.

Das Einbinden von Objekten aus anderen PC-Anwendungen sollte nicht über die Zwischenablage erfolgen, sondern das Objekt sollte in möglichst guter Qualität in ein File gespeichert und dann importiert werden.

Alle farbigen Objekte sollten im CMYK-Farbmodell (Cyan-Magenta-Yellow-Black, Farbmodell für Drucker) gehalten werden. Bei Farbverläufen über den gesamten Hintergrund ist darauf zu achten, dass die Stufenanzahl nicht zu niedrig angegeben wird (>256), sonst sind die Abstufungen beim Druck sichtbar. Farbverläufe (und auch Bilder in zu hoher Auflösung) verursachen jedoch große Files und lange Druckzeiten.

Besonders zu beachten ist, dass beim Exportieren von beschrifteten Grafiken die Schriften mit eingebunden werden. Einige Programme erlauben auch das Umwandeln von Schriften in Kurven oder Pfade vor dem Export.

PDF - Portable Document Format

Der Zeitaufwand zur Poster-Erstellung ist nicht zu unterschätzen. Es sind mehrere Schritte erforderlich, um ein Poster zu erzeugen, und erfahrungsgemäß dauert es meist erheblich länger, als man zunächst angenommen hat. Man sollte sich daher ausreichend Zeit nehmen - mindestens ein paar Tage. Probleme ergeben sich meist erst beim Druck, wenn Schriften oder Bilder fehlen oder die Qualität der Auflösung nicht zufriedenstellend ist.

Daher empfehle ich, den Poster komplett als PDF-File am Arbeitsplatz vorzubereiten und zu überprüfen (Adobe Acrobat bietet ausreichende Unterstützung für die Vorbereitung eines Dokuments zum Digitaldruck). Das ist zwar etwas mehr Aufwand, man kann jedoch auf diese Weise ziemlich sicher sein, dass der Druck das gewünschte Ergebnis liefert.

PDF (Portable Document Format) basiert auf PostScript und ist ein flexibles, plattform- und applikationsunabhängiges Format, das eine unveränderte Darstellung eines Dokuments auf verschiedenen Endgeräten erlaubt.

PDF geht äußerst wirtschaftlich mit Datenmengen um und liefert kompakte Files, in denen alle Elemente (Texte, Schriften, Bilder, Grafiken, Seitenlayout) eingebettet sind. Mit dem frei erhältlichen Acrobat Reader können PDF Files plattformunabhängig gelesen werden.

Erstellen eines PDF Files

  1. Adobe Acrobat installieren (Campussoftware)
  2. Aus dem Anwendungsprogramm: PDF-File des Posters mit Adobe PDF Driver generieren lassen. Einstellungen im Driver setzen. Die Voreinstellung Printoptimized / DruckOptimiert enthält eine gute Ausgangsbasis für den Posterdruck. Seitenformat einstellen, Schriften einbinden lassen.
  3. Überprüfen des Ergebnisses im Acrobat Reader.
  4. PDF-File im PrintShop abgeben, A4 Testausdruck mitliefern.

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Druck, PrintShops

Vorbereitung zur Abgabe, Informationen zu Farben, (unvollständige) Liste von PrintShops an/bei der TU Wien

Das Grafische Zentrum an der TU hat einen Plotter für bis zu einem Meter breite Poster.

Die Turn-Around-Zeit beträgt, je nach Auslastung der vorhandenen Geräte, ein paar Stunden bis max. zwei Tage.

Je nach Postergröße und Papierqualität beginnen die Preise bei etwa 22 Euro für A1 und 44 Euro für A0. Meist wird pro Druckauftrag ein Setup von 7 bis 9 Euro verlangt.

Matte Papiere von 90g/m2 bis 170g/m2 eignen sich gut für Tagungsposter oder Schaukästen. Ferner gibt es zu höheren Preisen Spezial-Fotopapier. Zum Druck von Außenplakaten werden UV-beständige Tinte sowie das Laminieren (Aufschweißen einer Plastikfolie zur Wetterbeständigkeit) angeboten.

Abgabe: Hat man den Poster gestaltet und der A4 Probeausdruck liefert das gewünschte Ergebnis, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Daten zum Druck weiterzugeben. Verschiedene Datenträger, wie ZIP oder CD können verwendet werden, auch Übertragung der E-Mail ist meist möglich.

  • Offene Anwendungsdateien
    Voraussetzung: beim PrintShop ist die verwendete Software in der entsprechenden Version vorhanden. Auf jeden Fall muss man die Anwendungsdatei sowie alle dazugehörigen Bilder und Schriften mitbringen.
    Man kann natürlich auch nur ein Bild (TIFF- oder JPG-Format) drucken lassen (empfohlene Auflösung 300 dpi).
  • PDF-Datei, die die gesamte Druckinformation enthält, ist geräteunabhängig und kann überall ausgegeben werden.
    Voraussetzung: Installation von Adobe Acrobat und Kenntnis der entsprechenden Einstellungen. Man erstellt ein PDF-File mit den entsprechenden Optionen für einen Hochqualitätsdruck. Dieses File ist kompakt und geräteunabhängig.

Das Erstellen des PDF Files ist auf jeden Fall zu empfehlen. Das Ergebnis kann mit dem Acrobat Reader auf dem Bildschirm angesehen werden und auf jedes beliebige Ausgabegerät geschickt werden.

Beispiele, Links